Klauseln im erbverzichtsvertrag

3. Eine Person, die vor dem Privatkonkurs steht und somit in jedem Fall das Erbe verlieren könnte, möchte, dass das Geld direkt an ihre Kinder, die nächste in der Reihe im Trust, übergeht und niemals in ihr verwestist. Ein Erbschein oder ein Europäisches Erbschein ist in der Regel erforderlich, um nachzuweisen, dass der Erbe ein Erbrecht besitzt, z. B. wenn ein Erbe ein Grundstück oder ein Konto im Namen des Erblassers auf seinen eigenen Namen übertragen lassen möchte. Wenn ein öffentliches Testament vorhanden ist (siehe oben), kann es in solchen Fällen nicht erforderlich sein, einen Erbschein oder ein Europäisches Nachlasszeugnis vorzulegen. Wenn die Erben einfach vermeiden wollen, mit Schulden konfrontiert zu werden, die sie nicht vorhergesehen haben, müssen sie lediglich ein öffentliches Kündigungsverfahren (”Aufgebotsverfahren”) einleiten, bei dem die Erben beim Nachlassgericht einen Antrag stellen können, der alle Gläubiger des Erblassers verpflichtet, dem Gericht die ihnen vom Erblasser geschuldeten forderungenen Forderungen fristgerecht mitzuteilen. Wenn ein Gläubiger seine Forderungen nicht rechtzeitig einreicht, muss er sich mit dem zufrieden geben, was am Ende von der Erbschaft übrig bleibt. Das öffentliche Bekanntmachungsverfahren kann auch die Situation für die Erben klären, indem es offenlegt, ob es Gründe gibt, den Nachlass durch den Antrag auf Verwaltung des Nachlasses oder die Insolvenz des Nachlasses in die amtliche Verwaltung zu überführen. Die nächste Verwandtung kann durch einen Willen vererbt werden.

Eine Situation, in der der überlebende Ehegatte, die Kinder und Kinder oder Die Eltern überhaupt kein Erbe erhalten sollten, obwohl sie die gesetzlichen Erben gewesen wären, wenn die testamentarische Verfügung gar nicht existiert hätte, wurde immer als ungerecht angesehen. Aufgrund ihrer offiziell anerkannten und gesetzlich verankerten Übernahme der gegenseitigen Verantwortung gilt dies auch für überlebende eingetragene gleichgeschlechtliche Partner. Aus diesem Grund gewährt das Gesetz dieser eng definierten Personengruppe einen so genannten ”Pflichtteil”. Die Begünstigten eines Pflichtteils haben das Recht, von den Erben eine Geldzahlung zu verlangen, die der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Anteils entspricht. Ehegatten bilden eine Ausnahme vom Prinzip der reinen relativen Vererbung. Obwohl sie in der Regel nicht miteinander verwandt sind und daher keine gemeinsamen Vorfahren haben, haben sie immer noch ein eigenes Recht auf ein Erbe von ihrem Ehepartner. Wenn die Ehegatten geschieden sind, besteht kein Anspruch auf Erbschaft. Unter bestimmten Voraussetzungen gilt dies auch für Ehegatten, die noch nicht geschieden sind, aber getrennt leben. Damit ein Erbvertrag geschlossen werden kann, müssen beide Parteien gleichzeitig vor einem Notar erscheinen (weitere Einzelheiten siehe ”Der Erbvertrag” auf Seite 34 der Broschüre ”Erben und Vererben” des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz).