Tarifvertrag knauf gips

Russland: Knauf Petroboard und die lokale Regierung der Region Leningrad haben einen 54-Millionen-Euro-Vertrag zur Modernisierung eines Gipswandkarton-Linienwerks in Kommunar unterzeichnet. Zwei Drittel der Mittel werden für die Modernisierung der Ausrüstung am Standort verwendet, der Rest ist für Behandlungsarbeiten bestimmt, so die Zeitung Stroygaz. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2018 geplant. Das Abkommen wurde im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums von St. Petersburg bekannt gegeben. Selbst wenn also keines der verschiedenen Elemente einer Zuwiderhandlung als gesondert betrachtet eine vereinbarung oder abgestimmte Verhaltensweise darstellt, die nach Art. 81 Abs. 1 EG verboten ist, hindert eine solche Schlussfolgerung diese zusammen betrachteten Elemente nicht daran, eine solche Vereinbarung oder Praxis zu bilden. 39 Außerdem macht die Rechtsmittelführerin geltend, dass selbst unter Berücksichtigung der nicht offenbarten belastenden Beweise keines der fünf gegen sie festgestellten Elemente der Zuwiderhandlung, nämlich das Treffen in London 1992, der Austausch von Informationen über die Verkaufsmengen in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern und dem Vereinigten Königreich von 1992 bis 1998, der Austausch von Informationen über Preiserhöhungen im Vereinigten Königreich im gleichen Zeitraum erfüllen die Vereinbarungen über Marktanteile in Deutschland (Treffen in Versailles, Brüssel und Den Haag) vom Juni 1996 und die Vereinbarungen über Preiserhöhungen in Deutschland ab 1996 die Kriterien für die Feststellung einer Zuwiderhandlung nach Art. 81 Abs. 1 EG. 41 Im Übrigen bestreitet Knauf nicht, dass eine einzige, fortgesetzte Zuwiderhandlung vorliege, auf die sich die angefochtene Entscheidung beruhe.

Das Vorliegen einer wettbewerbswidrigen Praxis oder Vereinbarung sei aus einer Reihe von Zufällen und Indizien zu schließen, die zusammengenommen ohne eine andere plausible Erklärung einen Beweis für einen Verstoß gegen die Wettbewerbsregeln darstellen könnten. 84 Das Gericht hat in den Rn. 350, 351 und 355 des angefochtenen Urteils unter Bezugnahme auf die ständige Rechtsprechung ausgeführt, dass der Begriff ”Unternehmen” im Wettbewerbsrecht als Benennung einer wirtschaftlichen Einheit für den Gegenstand der fraglichen Vereinbarung zu verstehen sei, auch wenn diese wirtschaftliche Einheit rechtlich aus mehreren natürlichen oder rechtlichen Personen bestehe. , und dass eine solche wirtschaftliche Einheit aus einer einheitlichen Organisation persönlicher, materieller und immaterieller Elemente besteht, die langfristig ein spezifisches wirtschaftliches Ziel verfolgen und zur Begehung eines Verstoßes dieser Art in Art. 81 Abs. 1 EG beitragen können. Das Gericht hat ferner entschieden, dass die Kommission, wenn eine Unternehmensgruppe ein und dasselbe Unternehmen darstellt, die Haftung für eine von dem Unternehmen begangene Zuwiderhandlung zuzurechnen und gegen das für die Handlungen der Gruppe im Rahmen der Zuwiderhandlung verantwortliche Unternehmen eine Geldbuße verhängen kann. 45 Was zweitens das Argument angeht, dass keines der fünf gegen die Rechtsmittelführerin festgestellten Verhaltensweisen eine Zuwiderhandlung sei, hat das Gericht in Rn. 306 des angefochtenen Urteils festgestellt, dass sich aus der angefochtenen Entscheidung ergibt, dass ”die Vereinbarungen und abgestimmten Verhaltensweisen im vorliegenden Fall Teil einer Reihe von Klagen der fraglichen Unternehmen sind, die ein einziges wirtschaftliches Ziel verfolgen. , d. h. die Wettbewerbsbeschränkung, und stellen die verschiedenen Manifestationen einer komplexen, kontinuierlichen Vereinbarung dar, deren Zweck und Wirkung darin bestand, den Wettbewerb zu beschränken.